Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)

Bauzeit 2010-12 / Am Botanischen Garten 11

Auffällig anders präsentiert sich der goldene Bau am Ende der Leibnizstraße, der aufgrund seiner Lage von vielen nicht wahrgenommen wird. Wegen seines organischen Grundrisses wurde er schnell auf den Namen ‚Amöbe‘ getauft. Doch nicht nur die Form macht das Gebäude des Zentrums für Molekulare Biowissenschaften so besonders. Auch die metallene Fassade ist ein genaueres Hinsehen wert: Der eigentlichen Außenwand ist eine Streckmetallverkleidung in einem hellen Goldton vorgelegt. Diese wiederum ist nicht plan gestaltet, sondern gewinnt durch gegeneinander laufende Wellen Dreidimensionalität. Hierdurch variiert die Ansicht je nach Betrachterstandpunkt. Aus der Ferne scheint die Außenhaut zu flimmern. Doch je näher man herantritt, desto mehr erschließt sich ihre Struktur. Wenn man direkt vor der Wand steht, erlaubt die konvex-konkave Form des Grundrisses verschiedene Eindrücke. In die eine Richtung wirkt die Verkleidung wie eine geschlossene goldene Fläche. Lässt man den Bick in der andere schweifen, öffnet sich das Geflecht und man kann seitlich in die Wellen hineinsehen. Dieser Effekt kann besser erlebt als erlesen werden. Der Weg ans Ende der Leibnizstraße – auch weiter als zur UB – lohnt sich also.

Autorin

Sarah Paulinsky

 

Literatur

www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Laborzentrum_von_Henn_eroeffnet_2903815.html [28.09.2017]

www.metallbau-magazin.de/artikel/mb_Amoebe_mit_mattgoldener_Beschichtung_1781229.html  [28.09.2017]

www.competitionline.com/de/projekte/51726 [28.09.2017]

www.detail.de/blog-artikel/henn-neubau-des-zmb-in-kiel-23326/ [28.09.2017]

Bildnachweis
Jürgen Haacks / Uni Kiel