Wasserobjekt

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Datierung 1977 | Teich Uni-Sportstätten


Unweit der Uni-Sportstätten im Regenrückhaltebecken hinter den Fakultätsblöcken ragt eine Stele aus dem Wasser. Sie ist sowohl Kunstwerk als auch wichtiges Objekt für die Anlage.
Ihr Hauptkörper hat einen nach innen abgerundeten dreieckigen Grundriss und ist außen durch kleinere Platten gegliedert. Es entsteht ein gleichförmiges Muster, dessen klare geometrischen Gestaltung sich immer wieder im Oeuvre ihres Entwerfers Herman Goepfert als Mitglied der Künstlergruppe ZERO und Johannes Hölzinger, seinem Mitarbeiter und Begleiter, findet. Mit diesen Formen wollten die Vertreter der 1958 in Düsseldorf gegründeten Gruppe einen Neuanfang der Kunst markieren, den sie nach dem Krieg weder in der Figuration noch in der Abstraktion sahen.

Die 12,5 m hohe Anlage aus Edelstahl dient der Belüftung des Beckens. An den Gliederungselementen bricht sich das innen nach oben gepumpte Wasser, wenn es zurück in den Teich fällt. Der Vorgang erhöht den Sauerstoffgehalt und ermöglicht so Leben in dem stehenden Gewässer. Wenn die Sonne hinter dem Objekt steht und das herunterlaufende Wasser die Strahlen auffängt, addieren sich Lichtspiele zur kühlen Ästhetik.

Text
Reik Kneisel

 

Literatur

Hansen, Astrid / Meyer, Nils Meyer (Hg.): Universität als Denkmal. Der Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, (= Beiträge zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein, Bd. 1), Kiel 2011, S. 149-150.

Petersen, Jan: Hermann Göpfert und Johannes Peter Hölzinger: Wasserobjekt, 17.09.2015, URL: https://www.sh-kunst.de/hermann-goepfert-und-johannes-peter-hoelzinger-wasserobjekt/ [25.05.2018].

Bildnachweis
Rebecca Rohner