Bewegliche Plastik

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Datierung 1972 | Ohlshausenstraße/Fußgängerbrücke


In den Sommermonaten versteckt zwischen zahlreichen Bäumen, Büschen und Sträuchern drehen sich die Stahlzylinder der Beweglichen Plastik (1972) von Günter Tollmann. Direkt an der Olshausenstraße in Höhe der Fußgängerbrücke in einer Windschneise platziert, reagieren die beweglichen Elemente auf jede Böe und umkreisen die statische Mittelachse. Da das Gebilde nahezu pausenlos in Unruhe ist, spiegeln sich Sonnenstrahlen auf der glatten Oberfläche. Die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der raumplastischen Anordnung lassen Licht aus unterschiedlichsten Winkeln durch die begrünte Umwelt blitzen.

Als „Bäume der Zukunft“ bezeichnete der Künstler die Werke dieser Serie, die deutschlandweit zu finden sind. Sie bilden einen lebendigen Gegensatz zur strengen Architektur des Umfeldes und fügen sich doch wie selbstverständlich in den öffentlichen Raum ein.  Das kinetische Objekt thematisiert u. a. den Zusammenhang zwischen Kräften und den daraus folgenden Bewegungen. Neben der Arbeit von Tollmann finden sich noch weitere Werke der Kinetik auf dem Campus (z.B. die Arbeit von George Rickey und Hans-Martin Ihme).

Text
Cora Rabea Wiggers

 

Literatur

Kat. Günter Tollmann. Malerei/Skulptur 1948-1990, hrg. von Künstlersiedlung Halfmannshof in Zusammenarbeit mit dem städtischen Museum Gelsenkirchen, Gelsenkirchen 1991, S. 58.

Jensen, Jens Christian: Kunst an der Kiellinie. Mai-September ´72, Kiel 1972, o.P.

Petersen, Jan: Günter Tollmann: Bewegliche Plastik, 14. September 2015, bearbeitet am 18. April 2018, URL: https://www.sh-kunst.de/guenter-tollmann-bewegliche-plastik-2/ [04.05.2018].

Bildnachweis
Cora Wiggers