Von wissenschaftlichen Vermächtnissen und deren Stiftern


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Bibliothek, Photothek und Diathek des Kunsthistorischen Institutes verdanken ihren reichen Bestand nicht allein einer jahrzehntelangen klugen Aquisitionspolitik, die es verstand, geringen Mitteln zum Trotz und mit Umsicht Literatur und Bilddokumentation, die beiden Eckpfeiler des wissenschaftlichen Arbeitsinstrumentariums kunsthistorischer Lehre und Forschung, beständig zu aktualisieren und auszubauen. Kaum einer ihrer täglichen Benutzer weiß, daß viele kostbare Schätze nicht in Kiel vorhanden wären, wenn es nicht zu allen Zeiten großzügige Vermächtnisse, Stiftungen und Schenkungen gegeben hätte, von denen im folgenden wenigstens exemplarisch die Rede sein soll.

Zum ältesten Fundus der Photothek gehören Photographien, vornehmlich von Bauten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die aus den Nachlässen zweier bekannter Kieler Architekten, des Stadtbaumeisters Gustav Ludolf Martens (gest. 1872) und des Kirchenbaumeisters Wilhelm Voigt (gest. 1916), stammen.

Arthur Haseloff überließ dem Kunsthistorischen Institut seine umfangreiche, ca. 1600 Glasplatten unterschiedlicher Größe und Qualität umfassende Photodokumentation unteritalienischer mittelalterlicher Architektur und Skulptur, die ab Dezember 1904, als Haseloff am Deutschen Historischen Institut in Rom tätig war, zusammengetragen worden ist. Weitere ca. 4000 Photographien hauptsächlich italienischer Buchmalerei des Mittelalters, die meisten ebenfalls aufgenommen von Haseloff, bilden einen zweiten Schwerpunkt in der Photothek des Kunsthistorischen Institutes.

Neben den wissenschaftlichen Vermächtnissen der Kieler Dozenten, zu denen auch großzügige Stiftungen zur Erweiterung der Bibliothek – insbesondere von Lilli Martius, Alfred Kamphausen und Wolfgang J. Müller – gehören, stellten am hiesigen Institut promovierte Kolleginnen und Kollegen – wie etwa Gertrud Schlüter-Göttsche oder Diether Rudloff –, aber auch kunsthistorisch interessierte Lehrer und Pastoren des Landes – wie Johannes Weyh oder Reinfried Clasen – ihre im Laufe des Lebens gesammelten Materialien, seien es nun eigene wissenschaftliche Aufzeichnungen, Bücher oder Bildarchive von dokumentarischem Wert, in den Dienst von Forschung und Lehre. Hierher gehören auch die nach Tausenden zählenden Sammlungen von Diapositiven, die der Kieler Arzt Ballus y Roca, aber auch Gerhard Bode und Diether Rudloff dem Kunsthistorischen Institut vermachten. Diether Rudloffs nahezu 3000 Titel umfassende Fachbibliothek, die vor allem Werke zur Kunst des 20. Jahrhunderts enthielt, bildet neben dem zum Teil bibliophilen Bücherbestand aus dem Nachlaß Wolfgang J. Müllers die größte Erwerbung aus privatem Besitz, die das Institut in jüngerer Zeit in Anspruch nehmen durfte.

Die dem Institut zuteil gewordenen Vermächtnisse tragen einen Vermerk, der den Namen und die Lebensdaten des Stifters nennt. Dies nicht nur aus Dankbarkeit, Respekt und Erinnerung gegenüber dem Gönner, sondern auch als Beispiel für nachfolgende Generationen – frei nach dem Motto: Non mihi sed posteris.


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Termine

Öffnung der Bibliothek

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Die Institutsbibliothek ist ab sofort bis auf Weiteres mit einer Sonderöffnung montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr für Studierende und Lehrende der CAU eingschränkt benutzbar. Der Zugang erfolgt für eine begrenzte Personenzahl einzeln über die Klingel an der Glastür zur Bibliothek. Bitte berücksichtigen Sie die aktuellen Vorgaben zur Nutzung, die am Eingang der Bibliothek aushängen. Schließfachschlösser werden derzeit nicht ausgegeben, bitte bringen Sie ein Schloss mit. Die Sonderausleihe-Möglichkeit ist hiermit beendet.

 

Ersatzleistungen

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Aufgrund der Corona-Pandemie mussten geplante Exkursionen und Gastvorträge der Studiengänge ausfallen, andere können aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeiten für Gruppen beispielsweise in Museen und der Versammlungsbeschränkungen bei Vorträgen vorerst nicht angeboten werden. Dies gilt auch für das kommende Wintersemester 2020/21, in dem die Lehre weiterhin digital stattfinden muss. Damit dies zu keinen Verzögerungen der Studienabschlüsse führt, können in Einzelfällen ausnahmsweise Ersatzleistungen erbracht werden:

Als Ersatzleistung für fehlende Exkursionstage können Studierende, die vor dem Abschluss ihres Studiengangs stehen, schriftliche Hausarbeiten entsprechend der Standards des Instituts einreichen. Bei zwei bis vier fehlenden Exkursiontagen sollen diese im Umfang etwa acht Seiten Text haben, bei fünf bis sechs Tagen 12-15 Seiten. Die Themen der Arbeit dürfen nicht mit bisherigen Studienleistungen übereinstimmen und sind im Detail mit den Betreuenden abzustimmen.

Als Ersatzleistung für fehlende Gastvorträge können Studierende, die vor dem Abschluss ihres Studiums stehen, mündliche Einzelprüfungen ablegen. Gegenstand ist die jeweilige Lektüre eines 10-15 Seiten umfassenden Aufsatzes und dessen Präsentation in einem Gespräch. Der Aufsatz kann aus einer beliebigen kunsthistorischen Zeitschrift, Festschrift oder einem Sammelband aus den letzten zehn Jahren stammen, darf thematisch aber weder mit einer besuchten Lehrveranstaltung noch mit einem BA-/MA-Masterthema zusammenhängen. Die Wahl des Aufsatzes steht den Studierenden in Absprache mit den Prüfenden frei. Es können maximal drei Gastvorträge durch solche Ersatzleistungen abgegolten werden. Für Ausnahmen in Härtefällen wenden Sie sich bitte an den Geschäftsführenden Direktor.

 

Vorstellung des Lehrprogramms ist online (Link)

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

In dem hier verlinkten Video stellen die Lehrenden des kommenden Semesters Ihnen die angebotenen Veranstaltungen vor.

Hier geht's zum Video

Die genauen Termine und Modalitäten zur Anmeldung für die Kurse finden Sie in diesem Dokument zusammengefasst: Anmeldeformalitäten. Weitere Formalia zu den angebotenen Veranstaltungen stehen im UnivIS.

Für das WiSe 20/21 sind ebenfalls Online-Gastvorträge geplant. Themen und Daten geben wir hier auf der Homepage bekannt.

Informationen zur Begrüßung der Erstsemesterstudierenden finden Sie ab Anfang Oktober auf dieser Seite.

 

Exkursion/Übung zu den Ausstellungen im Museum Kunst der Wstküste, Alkersum/Föhr

studieninfo

12. -15. 11. 2020: Exkursion/Übung zu den Ausstellungen im Museum Kunst der Westküste in Alkersum/Föhr. Nähere Informationen finden Sie im Univis im Vorlesungsverzeichnis.

 

 

Das Marinelazarett in der Kieler Wik - Buchpräsentation

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Am 1. Oktober um 20 Uhr wird in der Petruskirche (Adalbertstraße 10 - 24106 Kiel) die Buchpräsentation des Bandes zum ehemaligen Marinelazarett in der Kieler Wik und der Neubebauung des Anscharparks, den Jens Lowartz und Nadine Waschull verfasst haben, stattfinden. Hierzu werden Anwohner, Architekten und weitere Interessierte eingeladen. Die digitale Einladungskarte finden Sie hier.

 

CLOSURE Online Autum School - Call for Participants

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Call for Participants: Online Autumn School

»Graphic Knowledge: Comic, Forschung, Vermittlung« (CAU Kiel, 12.-14. Oktober 2020)

Was wissen Comics? In der interdisziplinären CLOSURE International Online Autumn School möchten wir die Formen des Wissens erforschen, die in Text und Bild, in Panels und Sequenzen, in Cartoons und Symbolen codiert sind. Gemeinsam mit Referent_innen aus Soziologie, Kulturwissenschaft, Kunst und visuellen Medien sowie dem CLOSURE-Team werden wir diskutieren, wie dieses komplexe Medium individuelles und kollektives Wissen ins Bild setzt — und dabei immer wieder in Frage stellt, was für wahr gehalten wird.

Den kompletten Call for Participants finden Sie hier.

Der Online Workshop ist für Student_innen und Nachwuchswissenschaftler_innen aller Qualifikationsstufen geöffnet. Diskussionssprachen sind Deutsch und Englisch. Wenn Sie Interesse haben, senden Sie bitte ein kurzes Abstract, in dem Sie Ihr Interesse an Comics und Wissen erläutern (ca. 200 Worte), an:
closure@email.uni-kiel.de
Einsendeschluss ist der 15.08.2020

 

Fachschaft Kunstgeschichte

info

Hier ist eine kurze Info von der Fachschaft Kunstgeschichte.

Sprechstundentermine der Dozierenden

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Während der Schließung der Kunsthistorischen Instituts entfallen alle persönlichen Sprechstunden und werden durch die Betreuung per E-Mail oder Telefonsprechstunden ersetzt. Bitte nehmen Sie Kontakt zu den Lehrenden per E-Mail auf.

 

 

NEUER STUDIENGANG: Kunst Lehramt – Ein-Fach-Masterstudiengang

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Der Ein-Fach-Masterstudiengang Kunst Lehramt mit dem Abschluss Master of Education (M. Ed.). wird wieder zum Wintersemester 2020/21 am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angeboten. Zugangsvoraussetzung ist die Vorlage eines Bachelorabschlusses (oder adäquatem Abschluss) in einem künstlerischen Fach.

Weitere Informationen hier und hier (zur Broschüre)

Kontakt und individuelle Terminvereinbarungen für telefonische Informationsgespräche: ide@kunstgeschichte.uni-kiel.de

Hinweise zur Einschreibung finden Sie unter:

https://www.kunstgeschichte.uni-kiel.de/de/studiengaenge/kunst-lehramt-ein-fach-masterstudiengang-studium-und-pruefungsordnung