Kriegsjahre und Wiederaufbauphase


 
Von Maren Hasenpath

Im April 1939 übernahm Richard Sedlmaier den Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Kiel von seinem Amtsvorgänger Arthur Haseloff und verwaltete ihn bis zu seiner Emeritierung im Oktober 1958. Die erste Phase seiner Amtsperiode fällt in die Zeit des Zweiten Weltkrieges, in der trotz aller Widrigkeiten der Lehrbetrieb aufrechterhalten und der Bestand der Kieler Kunsthalle auch unter den Augen einer allgegenwärtigen »Reichskulturkammer« bewahrt werden mußte. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches war eines der Hauptverdienste Sedlmaiers sicherlich das Bemühen um den Wiederaufbau der Kieler Kunsthalle und die Wiederherstellung ihrer Sammlung, deren Wiedereröffnung mit dem Jahr seiner Emeritierung zusammenfällt.

Richard Sedlmaier wurde 1890 in Würzburg als Sohn eines Kaufmanns geboren und verlebte dort Kindheit und Jugendjahre. Zwischen 1909 und 1916 studierte er an den Universitäten München, Wien, Berlin sowie in seiner Heimatstadt Kunstgeschichte, Archäologie und Literaturgeschichte. Mit einer Arbeit über die »Grundlagen der Rokoko-Ornamentik in Frankreich« wurde er im März 1916 in Würzburg bei Fritz Knapp promoviert. (1) In dieser ersten ausführlichen Forschungsarbeit räumt Sedlmaier der genauen Beobachtung und detaillierten Beschreibung von Form und Gestalt des Kunstwerkes und dessen formaler Entwicklungsgeschichte unbedingte Priorität vor inhaltlichen Aspekten ein. Wenn er versucht, »das ganze so ausschließlich als möglich auf den Boden des rein Künstlerisch-Anschaulichen zu stellen, [um] unter Ausscheidung aller unnötigen Besonderheiten von Namen und Zahlen lediglich der klaren Entwicklungslinie zu dienen« (2), weist er sich explizit als Vertreter der »Kunstgeschichte ohne Namen« im Sinne Wölfflins aus. Die auf die Form konzentrierte Betrachtung sollte wesentliches Kennzeichen seiner Kunstanschauung in Forschung und Lehre bleiben. (3)

Nach seiner Promotion beschäftigten ihn vor allem Probleme der Barockarchitektur Frankens und Bayerns sowie die Geschichte der deutschen Ornamentik des 18. Jahrhunderts. Seine Studien mündeten in einer großangelegten Gesamtdarstellung der Bau- und Ausstattungsgeschichte der Würzburger Residenz, mit der er sich 1923 in Würzburg habilitierte. (4) Der rein formkritischen Untersuchung wird in dieser Arbeit eine umfangreiche, auf einen Regestenapparat gestützte Dokumentation zur Seite gestellt, die den kunst- und kultur- geschichtlichen Hintergrund beleuchtet. Vorrang aber hat auch hier die künstlerische Gestaltung der Objekte in ihrem räumlichen Zusammenhang. Dem wird durch einen detaillierten Abbildungsband Rechnung getragen, der durch die methodische Anwendung der Architekturphotographie »schlechthin vorbildlich geblieben ist«. (5)

Nachdem Sedlmaier seit 1917 als Konservator am Kunstgeschichtlichen Museum der Universität Würzburg beschäftigt war, begann er erst nach seiner Habilitation als Privatdozent am Kunsthistorischen Institut seine Laufbahn als Universitätslehrer.

1927 folgte er einem Ruf nach Rostock, um dort für die nächsten zwölf Jahre als Ordinarius das Institut für Kunstgeschichte zu leiten. In Rostock verlagerte sich sein bisheriger Forschungsschwerpunkt: Wie auch schon in Süddeutschland die Kunst der näheren Umgebung seinen wissenschaftlichen Ehrgeiz herausgefordert hatte, so konzentrierte er sich nun auf die Erforschung von Architektur und bildender Kunst seines neuen Wirkungskreises. Während sich die neugesetzten Schwerpunkte in Forschung und Lehre rasch herauskristallisierten, klang noch in vielen seiner Publikationen die Intensität der Auseinandersetzung mit dem Barock nach. Im Laufe der Jahre aber entstanden unter seinem Einfluß verschiedene Dissertationen u.a. zu Profan- und Sakralarchitektur, Malerei und Ornamentik des deutschen Mittelalters. (6) Neben seiner Lehrtätigkeit am Kunstgeschichtlichen Seminar war er mit der Leitung des Rostocker Kunstvereins und dem Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst am dortigen Museum betraut. (7)

Im April 1939 verließ Sedlmaier Rostock und nahm einen Ruf nach Kiel an. Der Polarität seines Schaffensgebietes kam die Berufung auf den mit dem Direktorenposten der Kunsthalle verknüpften Lehrstuhl sehr entgegen. Wie sein Vorgänger Haseloff schätzte Sedlmaier die Arbeit in den vielseitigen Aufgabenfeldern, die sich einerseits durch Lehr- und Forschungstätigkeit, andererseits aber durch den Ausstellungsbetrieb ergaben.

Im Wintersemester 1939/40 und den beiden darauffolgenden Trimestern des Jahres 1940 leitete Sedlmaier seine Lehrtätigkeit mit Seminaren zu Grundfragen der allgemeinen Kunstbetrachtung und der Architekturgeschichte ein. (8) Ziel dieser Veranstaltungen war es, den Kieler Studenten und Studentinnen eine Einführung in seine Forschungsmethode zu geben, die durch Formanalyse Gesetzlichkeiten der Kunst aufzuzeigen sucht und sich damit von der an Adolph Goldschmidt orientierten Lehre seines Amtsvorgängers Haseloff abgrenzt. Als »differenzierender Formanalytiker« (9) sah Sedlmaier die Gestaltung eines Kunstwerkes als Hauptgegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung an. Er forderte für die Kunstgeschichtsschreibung eine Orientierung am rein visuell Erfaßbaren und die Emanzipation von allen Materialfragen, da er das Stoffliche nur als Träger des formalen Grundgedankens verstanden wissen wollte. Unter weitgehender Vernachlässigung inhaltlicher Aspekte ergab sich für ihn aus der sichtbaren Gestaltung die Grundlage für die entwicklungsgeschichtliche Einordnung des einzelnen Objektes, damit aber auch die Fragmentierung der Bedeutungsgeschichte durch Ausklammerung aller Faktoren, die nicht rein künstlerischen Ursprungs sind.

Sedlmaier legte größten Wert auf die Vermittlung der Fähigkeit, Grundprinzipien der Form herauszuarbeiten und, mit Hilfe eines entsprechenden Begriffsapparates, in anschauliche Formulierungen zu fassen. Wiederholt bot er den Studierenden die Gelegenheit zur theoretischen Einsicht in die Probleme der Kunstbetrachtung und die Grundfragen der Architekturgeschichte. Den Lehrplan bestimmende Schwerpunkte aber bildeten die Kunst des internationalen Barock und der Ornamentik und, wie schon in Rostock, Architektur, Malerei und Plastik des deutschen Mittelalters. Die thematische Kontinuität der Seminare und Vorlesungen zwischen 1939 und 1958 wurde nur durch zwei Veranstaltungen mit den Titeln »Deutsche Geschichte im Spiegel der deutschen Kunst« (WS 1939/40, 1.Trimester 1940) und »Der Anteil der Ostmark am Kunstschaffen der Deutschen« (WS 1939/40) unterbrochen.

Während des Krieges leerten sich die Hörsäle, und der Lehrbetrieb kam an der gesamten Universität fast zum Erliegen. Trotzdem gelang es Sedlmaier, regelmäßig Veranstaltungen in den Räumen des kunsthistorischen Seminars im Untergeschoß der Kunsthalle abzuhalten. Als 1941 erste Sicherungsmaßnahmen für den Bestand der Kunsthalle notwendig wurden, lagerte man auch einen erheblichen Teil der kunsthistorischen Bibliothek nach Altenkrempe aus, wo sie im Seitenschiff der Kirche zur Weiterbenutzung aufgestellt wurde. (10)

Ungeachtet der problematischen Verhältnisse während des Krieges organisierte Sedlmaier im Mai 1942 im Zusammenhang mit dem Seminar »Die deutsche Kunst des Barock und Rokoko«, eine Exkursion nach Prag, Wien, Salzburg über München nach Augsburg. Auf dieser Studienreise vermittelte »Sedln«, wie er unter den Studenten und Studentinnen genannt wurde, neben einer genauen Kenntnis auch seine nachdrückliche Begeisterung für den Barock dieser Region. Ein umfangreiches Tagesprogramm war zu bewältigen, und obwohl die Fußmärsche von Objekt zu Objekt einen Großteil der Zeit beanspruchten, wurden bis zu sechs Kirchen am Tag in Augenschein genommen. Sedlmaier legte dabei ein außerordentliches Tempo vor, bei dem die Studierenden nicht immer mühelos mithalten konnten. Ein typisches Bild, das sich dabei geboten haben soll, war der raschen Schrittes eilende »Sedln«, gefolgt von einer immer weiter zurückfallenden Studentengruppe.

Die Haltung Sedlmaiers gegenüber der faschistischen Diktatur und der Ideologie des Dritten Reiches scheint indifferent bis ablehnend gewesen zu sein. Die wenigen über ihn zugänglichen Informationen legen die Vermutung nahe, daß er ein eher unpolitischer Mensch war. Trotz seiner Position als Hochschullehrer sah er jedoch im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen davon ab, den Studierenden zu Beginn seiner Veranstaltungen den Hitlergruß »entgegenzuschleudern« und reagierte auf deren Versuche, völkisches Gedankengut in ihre Arbeiten und Referate einzuflechten, sehr reserviert.

Durch die Formimmanenz seiner Methode wird der Wissenschaftler Sedlmaier den Nationalsozialisten unbedenklich erschienen sein. Die fast ausschließlich auf Gestaltgenealogien konzentrierte Kunstanschauung ist aus historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen herausgelöst und beinhaltet kein Konfliktpotential, das zu Auseinandersetzungen mit der nationalsozialistischen Kunst- und Geschichtsauffassung hätte führen können. Eine Geschichte der Kunst, die ihre Systematik unter Vernachlässigung der Bedeutungshorizonte nur aus der Betrachtung formaler Zusammenhänge gewinnt, ist zunächst unpolitisch und kann auch in Zeiten verblendeter ideologischer Zuspitzung unbesehen gelehrt werden.

Anders dagegen war Sedlmaiers Situation in seiner Funktion als Direktor der Kunsthalle. Aller Wahrscheinlichkeit nach kollidierten hier die Vorstellungen der »Reichskulturkammer« zur Ausstellungspraxis mit seinen persönlichen Interessen und Vorlieben auf dem Gebiet der modernen Kunst. Um den Ausstellungsbetrieb, der ohnehin schon durch die Dezimierung der Sammlungsbestände im Zuge der Aktion »Entartete Kunst« (11) und durch die fortschreitende Auslagerung behindert war, nicht gänzlich zu lähmen, arrangierte er sich vermutlich mit der Kulturpolitik des Regimes, indem er auf systemkonforme Präsentationen auswich. So regte er unter dem Motto »Zur Kunst der deutschen Stämme« die mit öffentlichen Mitteln geförderten Ausstellungen »Schlesische Künstler« (1940), »Gäste aus der Reichshauptstadt« (1942) und »Fränkische Künstler« (1944) an. (12) Die Fortführung des Ausstellungsbetriebes schien ihm unter den gegebenen Umständen sinnvoller zu sein, als eine offene Konfrontation mit den nationalsozialistischen Machthabern herauszufordern.

Durch besonders schwere Bombentreffer im Mai und August 1944 wurde die Kunsthalle so stark zerstört, daß die Ausstellungstätigkeit bis auf weiteres eingestellt werden mußte. Im Untergeschoß blieb bis zum Ende des Krieges ein Raum von der Zerstörung verschont, in dem provisorisch neben der Verwaltung des Kunstvereins auch das Kunsthistorische Institut untergebracht war. Nach Kriegsende siedelte das Institut im Juni 1945 vorübergehend nach Schleswig über, wo im Sommersemester Dr. Lilli Martius vertretungsweise die Amtsgeschäfte übernahm, da Sedlmaier sich zu einem längeren Kuraufenthalt in München aufhielt. Zum Wintersemester 1945 – Sedlmaier war inzwischen zurückgekehrt – wurde das Institut nach Kiel zurückverlegt und bezog im Untergeschoß der zerstörten Kunsthalle zusammen mit dem Archäologischen Institut und der Verwaltung des Kunstvereins einen nur etwa 16 m (13) großen Raum. Hier fanden die Seminare und Übungen statt, während die stärker besuchten Vorlesungen meist in den Hörsälen des benachbarten Zoologischen Instituts oder den Räumen der Medizinischen Fakultät abgehalten wurden. Zu diesem Zeitpunkt war die Rückführung der ausgelagerten Bestände dank des persönlichen Einsatzes von Lilli Martius schon abgeschlossen. Trotz unzulänglicher Aufbewahrung waren weder bei der Haseloffschen Photosammlung noch beim Buchbestand größere Verluste zu beklagen. Obwohl die Umstände denkbar schlecht waren, zeigte sich das Lehrangebot im ersten Nachkriegswinter umfangreicher als jemals zuvor, denn neben Sedlmaier und Martius bot auch Haseloff, der sich 1939 aus dem Lehrbetrieb zurückgezogen hatte, wieder Veranstaltungen an. Da der Krieg für die weitaus meisten Studierenden drängendere Probleme als die der Kunstwissenschaft bedeutet hatte, versuchte Sedlmaier den Zugang und die Wiederaufnahme des Studiums durch allgemeine einführende Veranstaltungen zu erleichtern.

Im Frühjahr 1946 bezogen das Institut, die Graphische Sammlung und die Verwaltung des Kunstvereins Räume in der »Neuen Universität« am Westring. Der Ortswechsel bedeutete eine erhebliche Verbesserung der Räumlichkeiten und damit eine Normalisierung des Lehrbetriebes. In den Fluren der »Neuen Universität« fanden auch viele wohnungslose Studierende eine Notunterkunft, nachdem sie ihre Quartiere auf den im Hafen ankernden Wohnschiffen hatten räumen müssen. In der Folgezeit verbesserte sich die Situation des Kunsthistorischen Institutes sehr rasch. 1946 wurde die freie Assistentenstelle mit Wolfgang J. Müller besetzt, der sich 1950 unter Sedlmaier habilitierte (14). Gleichzeitig begann Alfred Kamphausen zunächst als Privatdozent, ab 1953 dann als außerplanmäßiger Professor Vorlesungen und Seminare abzuhalten. (15)

Neben der Lehre am Institut, aus der eine Reihe von Dissertationen zu Fragen der regionalen mittelalterlichen Kunst hervorgingen (16), sah Sedlmaier den Aufbau der in Trümmern liegenden Kunsthalle und die Wiederherstellung ihrer Sammlung als eine seiner Hauptaufgaben an. Er begann die Verluste, die die Sammlung während der natoinalsozialistischen Zeit durch Enteignung, Beschädigung, Zerstörung und Diebstahl erlitten hatte, auszugleichen. Nicht alle seine Bemühungen waren von Erfolg gekrönt, jedoch konnten in seiner Amtszeit wichtige Werke, u.a. von Emil Nolde, Ludwig Kirchner und Ernst Barlach, in die Sammlung integriert werden.

Nachdem der Kunstverein Anfang 1946 aufgrund des Versammlungsverbotes der Alliierten aufgelöst wurde, war es Sedlmaiers Einsatz zu verdanken, daß ein Jahr später ein Neueintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kiel erfolgen konnte.

Der Wiederaufbau der Kunsthalle gestaltete sich als ein langwieriges und schwieriges Unternehmen. Ab 1948 konzentrierte sich Sedlmaier auf Planung und Durchführung der Baumaßnahmen. Nach ersten Sicherungsarbeiten waren 1950 einige Räume soweit wiederhergestellt, daß umfangreichere Ausstellungen gezeigt werden konnten. Die Beschaffung der notwendigen Mittel erwies sich dabei durch die angespannte Haushaltslage des Landes als äußerst schwierig, so daß der Wiederaufbau nur allmählich Fortschritte machte. Am 21. Juni 1958 schließlich, 13 Jahre nach Kriegsende, konnte die neugestaltete Kunsthalle und die durch Ankäufe und Stiftungen aufgestockte Sammlung feierlich wiedereröffnet werden. Noch im selben Jahr wurde Sedlmaier anläßlich der »Jahresschau schleswig-holsteinischer Künstler« mit dem großen Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die »Kunst und Kunstwissenschaft« ausgezeichnet. 

Nach seiner Emeritierung am 1.Oktober 1958 zog sich der gebürtige Franke Richard Sedlmaier nach Süddeutschland zurück, wo er am 1. Juni 1963 in Tegernsee verstarb.


 

Anmerkungen

1) Richard Sedlmaier, Die Grundlagen der Rokoko-Ornamentik in Frankreich (= Zur Geschichte des Auslandes, H. 116), Straßburg 1917.

2) Ebd., S. VI.

3) Für Gespräche über die Person und den Lehrer Richard Sedlmaier danke ich Frau Dr. Johanna Kolbe, Kiel, Herrn Dr. Wolfgang Teuchert, Kiel, und anderen Zeitzeugen.

4) Richard Sedlmaier und Rudolf Pfister, Die fürstbischöfliche Residenz zu Würzburg, München 1923.

5) Jan S. Kunstreich, Historische Zusammenhänge von Kunst und Photographie, in: Nordelbingen 28/29, 1960, S.243–262, hier: S. 244.

6) Eine Liste der Dissertationen ist in der Festschrift Sedlmaier, Nordelbingen 28/29 (1960), S.19, aufgeführt. Als seinen letzten Schüler seiner Rostocker Amtszeit promovierte Sedlmaier Wolfgang J. Müller promoviert, der ihm später nach Kiel folgen sollte.

7) Kieler Nachrichten v. 10.08.1950.

8) Um den Studierenden einen schnelleren Abschluß zu ermöglichen, wurden in den Kriegsjahren 1940 und 1941 drei Lehreinheiten pro Jahr angeboten. In den folgenden Jahren gab man diese Regelung zugunsten der gewohnten Zweiteilung wieder auf.

9) Hans Tintelnot, Kunstgeschichte, in: Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel 1665–1965, Bd. 5, T. 1: Geschichte der Philosophischen Fakultät, Neumünster 1969, S. 163–87, hier: S. 186.

10) Vgl. Lilli Martius, Erlebtes den Freunden und Verwandten erzählt, Kiel 1970, S. 138f.

11) Zu den Mitgliedern der Kommission, die im Auftrag der »Reichskammer der bildenden Künste« unter dem Vorsitz von Goebbels die Werke der sogenannten »Verfallskunst« aus dem Bestand der Kieler Kunsthalle aussortierte und beschlagnahmte, gehörte u.a. Dr. Klaus Graf Baudissin, der 1924 als Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel tätig war.

Vgl. Johann Schlick, Der Schleswig-Holsteinische Kunstverein von 1843–1970, in: Hans-Werner Schmidt (Hrsg.), Das Jubiläum. Schleswig-Holsteinischer Kunstverein 1843–1993, Kiel 1993, S. 3–157, hier: S.110.

12) Vgl. ebd., S.120.

13) Wolfgang J. Müller, Der Maler Georg Flegel und die Anfänge des Stillebens, Frankfurt/Main 1956.

14) Alfred Kamphausen habilitierte sich bei Sedlmaier mit einer Arbeit über Die Baudenkmäler der deutschen Kolonisation in Ostholstein und die Anfänge der nordeuropäischen Backsteinarchitektur (= Studien zur Schleswig-Holsteinischen Kunstgeschichte, Hrsg.: Landesdenkmalamt und Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, Bd. 5), Neumünster 1938. 1942 erfolgte die Habilitation von Wolfgang Klaiminger, der nur wenige Wochen danach an der Ostfront fiel. Seine Arbeit erschien sechs Jahre später in redigierte Fassung unter dem Titel Figur und Raum. Zur Wesensbestimmung der der deutschen Plastik des 13. Jahrhunderts (= Arbeiten des Kunsthistorischen Instituts der Universität Kiel, Hrsg.: Richard Sedlmaier, H. 1), Kiel 1948.

15) Vgl. Anm. 6.

16) Kieler Nachrichten v. 20.10.1948.

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