KunstCampusKiel

      karte_2
   Cover Folder II

   gruppenfoto

 

 

 

 

 

 

 

vergangen – verborgen – unsichtbar

 

Kunst im öffentlichen Raum soll gesehen und entdeckt werden. Doch nicht immer ist der ästhetische Wert auf den ersten Blick ‚sichtbar‘: Die Werke verstecken sich auf der Rückseite von Gebäuden, wachsen je nach Jahreszeit zu oder befinden sich abseits der Hauptwege zwischen dem oberen und unteren Universitätsgelände. Auch die stetige Veränderung des Campus’ und die Wandlung seiner Strukturen trägt dazu bei, dass ehemals präsente Objekte und Ansichten nun plötzlich versetzt werden oder gar ganz verschwinden.

Diese verborgenen Schätze, oft nur noch in Spuren angedeutet, wollen wir gemeinsam aufspüren. Dazu sind wir nicht nur in die Peripherie des Universitätsgeländes gegangen, sondern haben ebenfalls genau hingeschaut, wo sich hinter der künstlerischen Form eine Funktionalität versteckt – oder umgekehrt.

Dass auf unserem Campusgelände zahlreiche Kunstwerke die Studierenden in ihrem Unialltag begleiten und sich ein neuer Blick auf diese lohnt, hat bereits der erste Teil des KunstCampusKiel: Campus re-view gezeigt. In der Fortsetzung wollten wir an das Sommersemester 2017 anknüpfen und weitere interessante Objekte beleuchten. Unser Team im Sommersemester 2018 bestand aus fünf Studierenden der Kunstgeschichte verschiedenster Semester, unser erster Arbeitsschritt: die Auswahl eines Themas! Genau wie unsere Vorgänger_innen faszinierte uns die Selbstverständlichkeit, mit der Kunst auf dem Campus ‚übersehen‘ wird – aus den unterschiedlichsten Gründen. Schnell wurde klar, dass es hier nicht nur um die Überlagerung eines gestalterisches Wertes durch die Funktion oder Nutzung geht (wie z.B. in der Architektur), sondern auch durch Abriss oder Umsetzung. Es hat sich herauskristallisiert, dass sich z.B. anhand einzelner Kunstwerke und Architekturelemente die Geschichte der Universität nachskizzieren lässt. Sie stehen im Kontext der Gründung, wie es bei den Siegeln der CAU der Fall ist, und offenbaren eine Positionierung der Universität mittels Erinnerungskultur, wie bei der Aufstellung des Römischen Jünglings nachvollzogen werden kann. Altes wird assimiliert und verschmilzt zu etwas Neuem, besonders gelungen in der Verbindung von Kunst und Forschungsgegenstand, zu sehen im Physikzentrum an Halb acht im Kreis und der Fassade des anatomischen Instituts. Auch die Auswahl der Skulpturen, die im Zuge der Olympischen Spiele 1972 auf den Campus fanden, geben Auskunft über den Zeitgeist und machen deutlich, dass die Kieler Universität seit ihrer Gründung fest mit den Künsten verwoben ist.

Die Ergebnisse aus dem Schreibprozess wurden erneut gemeinsam besprochen und redigiert. Natürlich gehörten die Bildauswahl, die Festlegung der Textreihenfolge bis hin zur Besprechung der eigens entworfenen Icons ebenfalls zu unserer Arbeit, damit alles ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Aller Anfang ist schwer, doch nachdem der rote Faden erst einmal gefunden war, nahm das Projekt immer mehr Gestalt an. Es ist uns eine Freude Euch nun das fertige Ergebnis auf dieser Website und in einem Folder, der auch zum Download bereitsteht (Straßenkarten-Faltung), zu präsentieren.

Viel Spaß damit wünschen Lupita Quintana Böhnke / Reik Kneisel / Kimberly Knipfer / Rebecca Rohner / Cora Wiggers / Susanne Schwertfeger

 

Bildnachweis
Susanne Schwertfeger