Kunst der 1960er Jahre

Neben den vor allem mediaevistischen Forschungsschwerpunkten widmet sich der Lehrstuhl in regelmäßiger Folge Themen vornehmlich der 1960er Jahre, mit Ausgriffen bis in die 1980er Jahre. Gegenstand dabei ist die Zweite Moderne mit ihren gattungsübergreifenen Ansätzen und den Grenzüberschreitungen zwischen Kunst, Musik und Spiel sowie Literatur.

Nach einer fast einjährigen Diskussionsrunde mit Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe (TH), die aus einem Seminar hervorgegangen war, erschien 1997 ein Sammelband mit sieben Beiträgen zur Gruppe ZERO und ihrem Umkreis. Als Autoren beteiligt waren Thomas Beck, Beate Fricke, Chris Gerbing, Christine Korte-Beuckers, Malte Feiler, Marion Sauter und Dirk Bogdanksi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2003 folgte ein Buchprojekt zu den Aktionen von Günther Uecker, das aus einer Stuttgarter Magisterarbeit von Katrin Salwig hervorgegangen ist und neben einem Werkverzeichnis der Aktionen acht Beiträge zur Kunst Ueckers mit ihren Übergängen zur Natur-Kunst, zur Musik, zur Sprachkunst und zur Fotografie behandelte. Der Aufsatzband mit Beiträgen von Beat Wyss, Renate Wiehager, Katrin Salwig, Sigrid Wollmeiner, Klaus Gereon Beuckers, Dirk Bogdanski und Rolf H. Krauss ist 2004 im Michael Imhof Verlag in Petersberg veröffentlicht worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von 2011 bis 2014 widmete sich ein umfangreiches Forschungsprojekt dem Aktionskünstler Wolf Vostell (1932-1998), zu dessen Werk eine Tagung am 3. Dezember 2011 in Kiel stattfand und anschließend als Tagungsband im Verlag Ludwig in Kiel erschienen ist, dann - zusammen mit dem Literaturwissenschaftler Hans-Edwin Friedrich - im September 2012 im Happening-Archiv des Museo Vostell in Malpartida de Cáceres (Extremadura) eine Anthologie der Manifesttexte von Vostell erstellt und zusammen mit einigen Aufsätzen von Kieler Nachwuchsstudierenden kommentiert herausgegeben wurde.

Vostellvostell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erneut in Zusammenarbeit mit Hans-Edwin Friedrich entstand die Idee zu einer Tagung zu Ferdinand Kriwet (1942-2018) und der Medialität visueller Poesie, die am 1. und 2. Juni 2018 im Internationalen Begegnungszentrum der Christian-Albrechts-Universität unter der Beteiligung von Literaturwissenschaftlern, Philosophen, Typografen und Kunsthistorikern stattfand. Der Tagungsband ist 2019 im Verlag edition text + kritik in München erschienen.